SCHWEISSFACHINGENIEUR (SFI) AUSBILDUNG – WELCHES IST DIE RICHTIGE LEHRGANGSFORM FÜR MICH?

In unserem Whitepaper haben Sie die Basis-Informationen rund um den SFI erhalten. In diesem Blog-Artikel möchte ich Ihnen die unterschiedlichen Lehrgangsformen und deren Besonderheiten vorstellen. Nachfolgend ist der Ablauf des Lehrgangs schematisch dargestellt:

1. SFI als Vollzeitlehrgang

Beim Vollzeitlehrgang findet der Unterricht von montags bis freitags durchgängig in der SLV (Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt) statt. Das bedeutet, dass Sie den Lehrgang innerhalb von ca. 3 Monaten komplett abschließen können und stellt somit den schnellsten Weg zum Schweißfachingenieur dar. Weiterhin ist bei dieser Lehrgangsform eine Förderung durch die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter möglich.

 

VorteileNachteile
  • Schnellste Lehrgangsform
  • Evtl. Kosten für Übernachtungen
  • Förderung durch die Agentur für Arbeit möglich
  • Ausfall für den Arbeitgeber
  • Starke Fokussierung auf den Lehrgang
  • 90%ige Anwesenheitspflicht, um zur Prüfung zugelassen zu werden
  • Bei allen Unterrichtseinheiten ein direkter Austausch mit den Dozenten
  • Kurzfristige Problemlösung eigener Fragestellungen
  • Teambildung und Vernetzung mit anderen Teilnehmern

2. SFI als Wochenendlehrgang

Beim Wochenendlehrgang findet der Unterricht freitags (ab Mittag) und samstags (bis zum frühen Nachmittag) statt. Diese Lehrgangsform ist insbesondere geeignet, wenn der Arbeitgeber Sie für die Lehrgangszeit nicht freistellt bzw. wenn das Arbeitsaufkommen in Ihrem Unternehmen einen Ausfall nicht zulässt.

Da der Unterricht nur am Wochenende stattfindet, beträgt die Lehrgangsdauer ca. 8 Monate.

 

VorteileNachteile
  • Teilnehmer fällt nur am Freitagnachmittag für den Arbeitgeber aus
  • Lehrgangsdauer beträgt ca. 8 Monate
  • In der Regel nur eine bzw. keine Übernachtung notwendig
  • Eingeschränktes Wochenende, höhere Belastung
  • Bei allen Unterrichtseinheiten ein direkter Austausch mit den Dozenten
  • Förderung durch die Agentur für Arbeit nicht sichergestellt
  • 90%ige Anwesenheitspflicht, um zur Prüfung zugelassen zu werden

3. SFI als e-Learning

Die Variante e-Learning ist für Sie eine optimale Möglichkeit, sich neben dem Beruf weiterzubilden und stellt die flexibelste Form der Weiterbildung dar. Diese setzt eine strikte Disziplin und autodidaktisches Lernen voraus, da sie im Wesentlichen Ihre Lehrgangsdauer bestimmt. Wir bieten daher Module an, die aufeinander abgestimmt sind und in denen Inhalte etappenweise aufeinander aufbauen.

Für den Besuch der e-Learning-Plattform benötigen Sie einen Internetzugang.

SFI Teil 1 kann komplett als e-Learning absolviert werden. Dabei greifen Sie auf eine moderne Lernplattform zu, in der u. a. Unterrichtsunterlagen, Testaufgaben usw. enthalten sind. Die Prüfung Teil 1 kann an jeder SLV abgelegt werden.

Der praktische Teil 2 kann nur in Präsenzform absolviert werden. Sie können diesen entweder als Vollzeit- oder Wochenendkurs an einer SLV Ihrer Wahl buchen.

Teil 3 wird als „Blended Learning" durchgeführt.  Das bedeutet eine Aufteilung der Lehrgangsstunden im Verhältnis 50 % e-Learning (Computer / Tablet) und 50 % Präsenzphase. Die Präsenzphasen werden entweder als Blockunterricht oder in vielen SLVen auch begleitend zu den Vollzeitlehrgängen angeboten.

Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne, die optimale Lösung für Sie zu finden.

 

VorteileNachteile
  • Teilnehmer fällt nur bei Teil 2 und in den Präsenzphasen für den Arbeitgeber aus
  • Lehrgangsdauer hängt von den individuellen zeitlichen Möglichkeiten des Teilnehmers ab
  • Übernachtung in der Regel nur bei Teil 2 und in den Präsenzphasen notwendig
  • Direkter Austausch mit den Dozenten bei allen Unterrichtseinheiten nur eingeschränkt möglich
  • Flexibles Lernen wird durch den Teilnehmer bestimmt
  • Förderung durch die Agentur für Arbeit nicht sichergestellt
  • Bei bereits vorhandenem Wissen können einzelne Lektionen schneller bearbeitet oder übersprungen werden
  • Doppelbelastung durch Lehrgang und Arbeit
  • Lernen am PC / Tablet überall möglich

4. SFI als Wochenendlehrgang kombiniert mit e-Learning

Diese Lehrgangsform wird zurzeit bei der SLV Berlin-Brandenburg als Sondervariante angeboten. Die Kombination aus klassischem Wochenendlehrgang und e-Learning wird freitags von 13:00–20:30 Uhr als Präsenzphase durchgeführt und samstags als Selbststudium über die e-Learning-Plattform. Der praktische Teil 2 wird freitags und samstags angeboten.

Durch diese Kombination ist die Lehrgangsform auch für Teilnehmer attraktiv, die nicht im Umkreis von Berlin wohnen. Durch die gute Anbindung an die Hauptstadt mit attraktiven Bahn- und Flugpreisen ist die Anreise wirtschaftlich. Außerdem können Sie samstags in Ihrer gewohnten Umgebung lernen. Da der Unterricht jeden Freitag stattfindet, ist auch gewährleistet, dass der Teilnehmer kontinuierlich lernt und der definierte Abschlusstermin des Lehrganges bestehen bleibt.

 

VorteileNachteile
  • Teilnehmer fällt nur am Freitagnachmittag für den Arbeitgeber aus
  • Lehrgangsdauer beträgt ca. 8 Monate
  • Der Samstag kann in gewohnter Umgebung zum Selbststudium genutzt werden
  • Förderung durch die Agentur für Arbeit nicht sichergestellt
  • In der Regel keine bzw. eine Übernachtung pro Woche notwendig
  • Doppelbelastung durch Lehrgang und Arbeit
  • Direkter Austausch mit den Dozenten bei den Unterrichtseinheiten
  • Bei bereits vorhandenem Wissen können einzelne Lektionen schneller bearbeitet oder übersprungen werden
  • Lehrgangsende steht fest

5. Kombination der Lehrgangsformen

Alle beschriebenen Lehrgangsformen lassen sich in der Regel auch modulweise zusammenstellen bzw. zeitlich versetzt durchführen. Beachten Sie bitte, dass alle Lehrgangsteile innerhalb von 3 Jahren abgeschlossen sein müssen.

Beispiel: Sie buchen den Fernlehrgang SFI Teil 1 und besuchen anschließend die weiteren Lehrgangsteile an einer SLV Ihrer Wahl.

 

Für die optimale Auswahl bzw. Kombination sprechen Sie uns bitte an!

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Dr. Matthias Pöge
Über die Autorin/den Autor

Dr. Matthias Pöge
Niederlassungsleiter der SLV Berlin-Brandenburg; Spezialist für den Bereich Schweißprozesse; Verantwortlich in der GSI mbH für die Theoretische Ausbildung mit ZfP; Vorsitzender des Ausschusses für Bildung des DVS -Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.

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