DER WEG ZUM GEPRÜFTEN TAUCHER - DIE AUSBILDUNG

Die Voraussetzungen

Eine Grundvoraussetzung für die Fortbildung zum Unterwasserschweißer nach DVS®-EWF-Richtlinie 1186 ist die bestandene Prüfung zum/zur Berufstaucher/-in.

Die Ausbildung zum Berufstaucher ist in Deutschland eine berufliche Fortbildung (keine Erstausbildung). Sie schließt mit einer Prüfung ab, die in der „Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Taucher/Geprüfte Taucherin” (TauchPrV, veröffentlicht im Bundesgesetzblatt I Nr. 8 vom 8.03.2000, Seite 165ff) geregelt ist und vor einer Industrie- und Handelskammer abgelegt wird.

Die Fortbildung findet in einem Taucherlehrbetrieb (mit fest angestelltem/ mit fest angestellter Tauchermeister/-in) statt. Sie dauert in der Regel 2 Jahre und umfasst 320 Stunden Fachunterricht und ca. 200 Tauchstunden.

 

Voraussetzungen für die Bewerbung beim Taucherlehrbetrieb sind in der Regel (über Einzelheiten berät der Lehrbetrieb):

  • Mindestalter 21 Jahre
  • Abgeschlossene Ausbildung in einem handwerklichen Beruf oder vergleichbare Berufspraxis nach bestimmten Vorgaben
  • Ärztliches Attest (sog. G31-Untersuchung, Wiederholung jährlich) eines tauchmedizinischen Arztes
  • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen in Bronze der DLRG

Aufbau der Fortbildung

Der Fortbildungslehrgang umfasst unter anderem die Ausbildungslehrgänge (siehe Anlagen 3 u. 4 der TauchPrV):

  • Grundlagen (Technik, Handhabung, Fachrechnen/-zeichnen, Rechtsvorschriften)
  • Tauchmedizin
  • Rechtsvorschriften
  • Anwendungskenntnisse
  • DVS®-Lehrgang E1 (E-Hand-Schweißen an Atmosphäre) und Prüfung nach DVS®-Richtlinie 1111

 

Dies ist nur ein kurzer Überblick, detaillierte Informationen erhalten Sie in Taucherlehrbetriebe, Industrie- und Handelskammern sowie in der Bundesanstalt für Arbeit.

Umfassende Informationen finden Sie auch hier.

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Walter Henz
Über die Autorin/den Autor

Walter Henz

Leiter für Praktische Ausbildung, SLV Hannover

 

 

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